Werbungskosten-Rechner

Der Werbungskostenrechner ermittelt, was und wie viel sich jährlich von den Werbungskosten steuerlich geltend machen lässt. Auch lassen sich Pauschbeträge schnell berechnen. Was man ausgegeben hat, um Einkommen zu erwirtschaften, das ergibt in der Summe die Werbungskosten. Zusammengefasst sind das also alle Dinge, die darauf ausgelegt sind, den Erwerb, die Sicherung oder den Erhalt von Einnahmen zu erzielen. Was seit jeher unter den Posten der Werbungskosten gerechnet wird, das sind

  • Arbeitsmittel wie Werkzeuge, typische Berufskleidung und Fachliteratur;
  • Fortbildung, Fachliteratur usw.
  • Arbeitszimmer
  • Fahrtkosten für die Wege zwischen Ihrer Wohnung und Ihrer Arbeitsstätte

Reicht man seine Werbungskosten mit der Steuererklärung beim Finanzamt ein, dann zieht das Finanzamt bei Einkünften aus nicht-selbstständiger Arbeit von sich aus für Werbungskosten einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro ab. Für diejenigen, die Versorgungsbezüge empfangen, gilt, dass das Finanzamt nur einen Pauschbetrag von 102 Euro abzieht.

Werbungskosten-Rechner 2017

Übrigens kann man sich den Aufwand sparen, die Werbungskosten im Einzelnen aufzuzählen, wenn die Werbungskosten unterhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrags rangieren. Wenn die Werbungskosten allerdings oberhalb dieses Betrages liegen, dann empfiehlt es sich, diese dann in der Steuererklärung respektive im Lohnsteuerjahresausgleich geltend zu machen. Der Werbungskostenrechner gibt schnell Auskunft, ob sich nun die genannten Beträge ober- oder unterhalb des Pauschbetrags bewegen.

Wenn man Informationen zu Detailfragen, Sonderfällen oder Fallstricken bei der Angabe von Werbungskosten sucht, dann bietet das Internet aber auch eine breit aufgestellte Fachliteratur erste Hilfe. Zu den Standards zählt aber die einfache und immer geltende Definition der Werbungskosten, es sind damit alle Ausgaben bezeichnet, die mit der eigenen beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen. Manchmal fragt man sich, ob die gemachten Angaben dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag entsprechen, oder ob sie darüber oder darunter liegen – auch hier weiß der Werbungskostenrechner schnell die Antwort.

Werbungskosten online berechnen

Fahrkosten (Pauschale): Zur Berechnung der Entfernungspauschale, nimmt man nur den einfachen Weg zur Arbeitsstätte, ganz egal, ob man ihn der Weg per Fuß oder per Automobil zurücklegt. In jedem Fall wird jeder gemachte Kilometer mit 0,30 € berechnet. Bei der Berechnung und der Angabe der Arbeitstage sind selbstverständlich Urlaub, Krankheit, Sonn- und Feiertage nicht zu unterschlagen. Übrigens kann man auch die direkten Kosten einer Fahrkarte angeben – das wiederum macht Sinn ab dem Moment, in dem diese Ausgabe höher ausfallen als der berechnete Pauschalbetrag.

Kontoführung: Auch Kontoführungsgebühren sind als Werbungskosten absetzbar, denn das Gehalt wird schließlich vom Arbeitgeber überwiesen. Im Regelfall erkennt das Finanzamt einen Betrag von 16 € pro Jahr an, dafür ist kein Nachweis notwendig.

Arbeitsmittel: Fachliteratur, Werkzeuge und Bürobedarf sind einfache Arbeitsmittel. Wenn die Anschaffung dieser Posten die Summe von 410 € netto übersteigt, so muss der Betrag auf die Nutzungsdauer verteilt werden. Beispielsweise gilt für einen Computer eine Nutzungsdauer von drei Jahren, bei einem Schreibtisch liegt sie bei 10 Jahren.

Doppelte Haushaltsführung: Wer gezwungen ist, aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung zu unterhalten, der kann auch diese Kosten von der Steuer absetzen. So lassen sich alle Aufwendungen für die Zweitwohnung, die Umzugskosten, der Verpflegungsmehraufwand für ein viertel Jahr und auch die wöchentliche Heimfahrt bei der Steuer geltend machen.

Bewerbungskosten: Bewerbungskosten fallen ebenfalls in die Rubrik der Werbungskosten und sind absetzbar. Bewerbungskosten entstehen beispielsweise bei den Ausgaben für den Zugang zu Stellenanzeigen, für Beglaubigungen, Fotokopien, Porto, Faxkosten, Telefonkosten (Einzelnachweis), Bewerbungsfotos und auch Fahrtkosten.

Fortbildungskosten: Fortbildungskosten umfassen beispielsweise weiterbildende Ergänzungsstudiengänge oder auch die Fahrt zu einer Fachtagung, daneben fallen Eintrittsgelder, Fahrtkosten bei Dienstreisen, Bewirtungskosten als auch Parkgebühren und Trinkgelder unter den Posten der Fortbildungskosten.

Beitrag zu Berufsverbänden: Finanzämter akzeptieren in der Regel Ausgaben in dieser Sektion bis zu einem Umfang von 100 €, hier gilt keine Nachweispflicht. Auch werden die Kosten, die einem aktiven Gewerkschaftler bei der Durchführung dieser Tätigkeit entstehen, ebenfalls zuerkannt.

Versicherungen
Und schließlich sind auch Kosten für Versicherungen wie Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen als Werbungskosten zu zählen. So akzeptieren manche Finanzämter einen Anteil der Kosten von bis zu 50 Prozent als Werbungskostenabzug. Alle weiteren Kosten, die sich bisweilen bei Pendlern ansammeln, wenn sie beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall oder einen Reifenschaden erleiden, sind als Reparaturkosten ansetzbar. Absetzbar hier sind natürlich alle Aufwendungen für den Abschleppwagen nebst der Selbstbeteiligung der Kaskoversicherung.

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